Die passive Filterschaltung verwendet passive Komponenten wie Induktoren, Kondensatoren und Widerstände, um die leitungsgebundenen elektromagnetischen Störungen in einer elektronischen Schaltung zu unterdrücken.
Ein einfacher passiver EMI-Filter ist mit LC-Netzwerktopologie ausgelegt. Die Induktivität (L) lässt Gleichstrom und niederfrequente Signale passieren, blockiert jedoch hochfrequenten Strom (also Rauschen). Der Kondensator (C) bietet einen Pfad mit niedriger Impedanz für hochfrequenten Strom (also Rauschen) und leitet das Rauschen in die Erde. Die mehreren LC-Filter können in Kaskadenform (also mehrere Stufen/Filter höherer Ordnung) verwendet werden, um eine höhere Dämpfungswirkung und einen steileren Anstieg der Dämpfungskurve zu erzielen. EMI-Filter für die Stromversorgung verwenden normalerweise passive Komponenten.


Für passive Filter werden verschiedene Schaltungskonfigurationen verwendet, darunter L-Filter, C-Filter, LC-Filter, CL-Filter, T-Filter und Pi-Filter. Jede Filterkonfiguration hat ihre einzigartige Leistung und Eigenschaften, die den erforderlichen Grad der Rauschunterdrückung (Dämpfung) bei verschiedenen Frequenzen bestimmen. Die folgende Tabelle bietet verschiedene Schaltungskonfigurationen für passive Filter (C-, L-, Pi-, T-, 2Pi- und 2T-Filter) sowie deren Vorteile und Anwendungen.

Ein weiterer häufig verwendeter passiver EMI-Filter ist die Ferritperle oder Ferritdrossel/Ferritklemme. Die Ferritperle oder Ferritklemme ist eine Art Drossel, die häufig in Kabeln und Leitungen verwendet wird, um hochfrequente abgestrahlte Geräusche zu unterdrücken. Sie absorbiert die leitungsgebundenen elektromagnetischen Störungen in Stromleitungen/Kabeln und leitet das Rauschen in Form von Wärme ab. Das Netzkabel des Laptops verwendet eine Ferritperle/Ferritklemme, um hochfrequentes Rauschen in der Eingangsstromleitung zu entfernen.
